Woche 6 17.9-23.9

Am Sonntag haben Wendy und ich das Seahawks Spiel geschaut. Seattle hat gewonnen, es war das zweite Spiel der Saison gegen die San Francisco 49ers. Da Seattle das erst Spiel verloren hatte sind wir wieder auf einem besseren Weg Richtung Playoffs.

Am Dienstag war am Vormittag eine „New Students Orientation“ Veranstaltung an meinem College. Es fing um 8:30 morgens an mit Frühstücks Burritos und Kaffee. Es gab eine kurze kennenlerne-Phase wo wir durch den Raum mit ca. 150-200 neuen Studenten gegangen sind und den Gegenüber begrüßt haben oder aufgemuntert haben mit „You are Awesome“ (Du bist Spitze). Es gab kurze Präsentationen zu wie die Studenten sich am besten integrieren können wo es mögliche Jobs am Campus gibt wie man es finanzieren kann und so weiter. Die meisten Präsentationen waren eher für die Anderen Studenten die länger am College bleiben und weniger für mich da ich nur für ein Semester (viertel Jahr) bin. Uns wurde erklärt, dass wenn man sich integriert also am College in Clubs mitmacht sich gut mit den Professoren  versteht und an seinen Kursen da ist und lernt den besten Erfolg erzielt.
Nach den Vorträgen gab es die Möglichkeiten das College E-Mail Konto zu eröffnen das Studenten Wi-Fi zu aktivieren, sich für Clubs einzuschreiben, den Studentenausweis holen oder mehr zu den Vorträgen zu erfahren. Außerdem gab es Führungen über den Campus die ich jedoch nicht in Anspruch nahm da mich Wendy schon herumgeführt hatte. Ich sah mich ich Bookstore um, dem Laden wo ich meine Koch-Uniform und meine Bücher kaufen kann. Da sich die Studenten auf alles verteilt hatten waren überall lange Schlangen so habe ich nichts gekauft und bin gegangen.
Am Nachmittag war ich dann wieder bei der mobilen Food Bank und hab wieder geholfen Essen zu verteilen.

Am Mittwoch war ein Ausflug nach Seattle mit allen anderen neuen ausländischen Studenten. Ich war mit 5 Chinesen(Studenten) und 2 Philippinen(Lehrerin und eine Bekannte von ihr) unterwegs.

Wir sind mit dem Zug nach Seattle gefahren und sind da zur „Seafront“ gegangen. Das ist der Hafenteil wo die Fähre und Sightseeing-Boote los fahren. Da gibt es ein Aquarium einige Restaurants und Touristenshops. Außerdem steht hier Seattles „Great Wheel“ ein Riesenrad von dem aus man einen guten Ausblick hat.

Da wir aber zu früh da waren war es noch geschlossen und wir sind weitergegangen.
Als nächstes waren wir auf dem Pike Place Market, einem Markt wo frischer Fisch Obst Gemüse Brot und Gebäck verkauft wird, ähnlich zum Viktualien Markt in München. Da ich aber wusste dass ich erst abends daheim bin habe ich nichts gekauft.

Ein paar Meter die Straße rauf fanden wir, neben dem ersten Starbucks-Laden den es jemals gab, einen Deutsch-Bayrischen Laden. Auf den ersten Blick sah er toll aus aber als ich hinein gegangen bin waren die Regale voll mit Fertigprodukten, es waren zwar Deutsche Produckte aber  nicht was ich mir erhofft hatte. Es gibt einige Deutsche Biere dort und im hinteren Eck auch eine Metzgerei die Leberkas und Weißwürste macht aber das Brot ist Gummi wie überall.

Als nächstes sind wir zur Space Needle gefahren, ein Turm der mitten in Seattle steht. Er ist ca. 184m hoch und wurde zur Weltausstellung 1962 gebaut als Aussichtsturm. Von hier oben kann man über ganz Seattle sehen und diese Bilder machen.

Als Letztes sind wir nach Chinatown gegangen und haben dort zu Mittag gegessen.

Wir waren in einem Chinesischen Restaurant und die 5 Studenten haben sich auf Chinesisch mit den Bedienungen unterhalten und da ich als chinesisches Essen eigentlich nur Frühlingsrollen Pekingente und gebratene Nudeln kenne habe ich die Bestellung den „Heimischen „ überlassen.
Wir hatten gebratenen Reis mit Garnelen und Jakobsmuscheln, Hähnchen-Curry, Pekingente, Brokkoli mit Knoblauch und Ingwer und Rindfleisch mit Bandnudeln Bambus und einer Sojasoßen-Soße. Alles wurde auf die Scheibe in der Mitte gestellt und jeder nahm sich was er mochte. Die Portionen waren riesig sodass alle sott wurden. Tee und Wasser gab es gratis und somit haben wir für unser Mittagessen jeder nur $ gezahlt. Da mein Handy Akku leer war, ich kein Ladekabel dabei hatte konnte ich leider keine Fotos machen.
Als letztes sind wir durch Chinatown gegangen und haben uns langsam auf den Weg zurück zum Bahnhof gemacht.
Am Bahnhof angekommen bin ich da mein Navi ohne Akku nicht funktioniert mit ein paar Umwegen zurück nach Hause gefahren und habe fast doppelt so lange gebraut wie auf dem Hinweg.

Am Donnerstag gab es ein gemeinsames Mittagsessen für alle neuen internationalen Studenten. Wir wurden nochmals von den Organisatoren des Internationalen Studentenprogramm am College begrüßt und haben alle Studenten und deren Gastfamilien kennen gelernt. Abgesehen von mir und den fünf Chinesen ist auch noch ein Koreaner hier. Wir sind alle in Gastfamilien in der Nähe von Spanaway und werden uns öfter treffen in Zukunft.

Nach dem Mittagessen habe ich meine Bücher und Uniform gekauft da diesmal keine riesige Schlange an der Kasse war.

Am Nachmittag ging es wieder zur Mobile Food Bank Essen verteilen.

Am Freitag war eine Veranstaltung für alle Angestellten a College zum Beginn des neuen Semesters. Da einige Lehrkräfte Studenten haben, die Interesse an einem Auslandsstudium haben, habe ich meine College-Koordinatorin Yuko unterstützt Werbung für das PPP/CBYX zu machen. Es gab wieder Frühstück, dieses Mal Obst, Rührei, Speck, Bratkartoffeln, Muffins Kaffee und Fruchtsaft. Bei den Angestellten wird also besseres Essen angeschafft als für uns arme Studenten…

Am Nachmittag war ich wieder bei der Mother Earth Farm, ich habe jetzt schon ca. 30 von meinen $0 Stunden geschafft. Ich bin stolz und habe vor auch nachdem ich meine Pflichtstunden abgeleistet habe weiter zu machen.

Am Abend habe ich mich entspannt da am nächsten Tag der Warrior Dash war.

Am Samstag sind wir recht früh aufgebrochen um Kim, eine Freundin von Wendy abzuholen und dann gemeinsam zu Wendy zu fahren. Eine andere Wendy … irgendwie haben hier alle die gleichen Namen, wahrscheinlich nur um mich zu verwirren.

Bei Wendy haben sich ca. 15 „Dirty Divas and Dusty Dudes“ getroffen, so hat sich die Gruppe genannt die gemeinsam immer wieder beim Warrior Dash mitmachen. Gemeinsam sind wir dann zum Festival Gelände gefahren, dort angekommen haben wir fast alles im Auto gelassen und sind unsere Startnummer holen gegangen. Die Gruppe wurde immer größer und wir waren am Ende 35 Personen zwischen 10 und 80!!! Jahren. Wendys Vater (Wendy wo wir uns getroffen hatten) ist 80 und so fit das er immer noch beim Warrior Dash mitmachen kann, sehr Bemerkenswert!

Kurz aufgewärmt und gedehnt sind wir mit der 12:15 Welle losgelaufen, weil wir nicht alle zusammen laufen konnten haben sich 3-4 kleinere Gruppen gebildet die gemeinsam gelaufen sind. Ich bin mit Wendy zusammen gelaufen. Die erste Meile war ganz ohne Hindernis, das erste kam ca. nach 1,5 Meilen und dann wurden es immer mehr. Auf der ganzen Strecke waren immer wieder Schilder die einen ermutigt haben.

Zwischen durch waren immer wieder Stände mit Wasser. Da immer jemand Fotos machte von denen die die Hindernisse meistern und da einige an den Hindernissen anstanden gab es immer wieder längere Pausen und es war weniger Anstrengend als gedacht. Bei den ersten Hindernissen wurde man eher nass als baatzig und bei den letzten andersherum. Die letzten beiden Hindernisse waren eine Rutsche wo man über eine schräge Steile „Wand“ hoch musste, man hatte aber ein Seil zur Hilfe. Die Rutsche endete in einem Baatzbecken und nach dem man sich aus dem Baatzbecken gezogen hatte durfte man sich in das nächste Matschbecken stürzen und unter Stacheldraht (nicht stachelig) durch den Baatz robben. Direkt danach war das Ziel wir wurden von Allen Zuschauern Angefeuert und Applaudiert. Jeder bekam eine Medaille, ein T-Shirt und eine Wikinger-Helm-Mütze.

Nach dem Lauf sind wir zum Abbrausen gegangen, es hat ein bisschen geholfen aber alles ist nicht abgegangen. Wir sind über das Festival Gelände gelaufen, dort gibt es Essensstände, Warrior-Dash-Klamotten, Trainingsmöglichkeiten für Kinder und diverse Plätze um sich davor zu fotografieren.

Nach dem Abbrausen haben wir uns in den Biergarten gestellt wo Musik gespielt wurde und das erste Bier für die Läufer gratis war. Sie haben gesagt es war Bier, aber es war mehr Zitronen Limonade mit ekligem Nachgeschmack, selbst den Amerikanern hat es nicht geschmeckt.
Da das „Bier“ nicht so gut war, und auch geplant war das bei Wendy(Treffpunkt) gegrillt wird, sind wir zu ihr gefahren haben geduscht und neue Klamotten angezogen.

Wir haben über den Warrior Dash geredet, dass er dieses Mal anders war (neue Hindernisse und eine andere Route). Ich habe das CBYX ein bisschen erklärt Deutschland beschrieben und alle haben sich quasi eingeladen Essen von mir zu probieren. Mittlerweile habe ich so viel Ausstehende „Essenswünsche“ das ich vermutlich jedes Wochenende für irgendeine Gruppe kochen müsste um alle zu Frieden zu stellen.
Am Montag geht dann erstmal College los und dann wird weiter geschaut. Außerdem werde ich Morgen versuchen Brötchen zu backen und/oder Knödel zu machen. Es gibt noch keine Essenspläne, abgesehen davon dass wir einkaufen müssen.

Eine Antwort auf „Woche 6 17.9-23.9“

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