Keanu

Eine weitere 34. Parlamentarisches Patenschafts-Programm Blogs Website

Alaska du bist einfach der Hammer!

Und wieder mal ein freundliches „Hello, how are you doing? “ an alle da draußen.

Nun bin ich knapp über eine Woche in Alaska und habe schon Dinge gesehen. Wasserfälle, ich war wirklich am Arsch der Welt, wilde Tiere im Garten, verrückte Autofahrer, lustige Fischer und vieles mehr aber alles nun der Reihe nach.

Nach dem letzten Beitrag aus New York bin ich also ab Newark um 6:40am abgeflogen mit Ziel Seattle. Es ist alles anders, nicht unbedingt größer aber anders 😀 Die Menschen sind definitiv anders drauf hier, hilfsbereit und alles andere als oberflächlich. Im Flugzeug also ein bisschen Filme geschaut, mit den Flugbegleitern gequatscht und die Aussicht genossen.

Landung in Seattle nach fast sechs Stunden Flug. Eine weitere Teilnehmerin des 34 PPP saß mit mir im Flieger und wurde sofort nach Ankunft in Seattle von Ihrer Gastfamilie abgeholt. Ich also alleine auf weiter Flur habe mich in den Wartebereich gesetzt, weil vor mir lagen fast fünf Stunden Aufenthalt. Habe nach Hause telefoniert per W-Lan, habe geschlafen und mir die Zeit mit Essen tot geschlagen. Ich kenne jetzt also das ganze Flughafengebäude in Seattle in und Auswendig. Nachdem das Gate dann noch gewechselt hatte, war das Glück fast perfekt. Am Schalter zur richtigen Zeit hieß es dann, der Flieger hat Verspätung. Also Gäste aus Los Angeles raus und Gäste nach Anchorage rein. So geht moderne Abfertigung. Im Flieger dann, Musik in die Ohren und schlafen. Ich war so im Arsch, weil ich war müde und hatte schon ein schönen Jet Lag. Von Deutschland nach New York sechs Stunden hinter der Zeit. Seattle hatte noch einmal drei Stunden zu New York Verzug. Ich wusste echt nicht wo vorne und wo hinten ist. Also der Flieger rollt zur Startbahn ich Musik aus für den Start, fragte mich mein Sitznachbar, ein älterer Herr mit Frau, „If I am going to make Vacation“. Ich hörte ihn aber zuvor meine ich Schweizerdeutsch reden. Ich also alle Mut zusammen und habe Ihm gesagt, ob er Europäer sei. Er guckt mich an wie ein kaputtes Auto und Antworte ja, aber er lebe schon seit 30 Jahren eine Autostunde von San Francisco entfernt. Ich darauf “ Wow und dann können Sie noch so gut Deutsch?“ Und dann sind wir ins Gespräch gekommen, der Mann hat schon überall in der Welt gelebt. Shanghai, Sydney, Neuseeland, Afrika und jetzt seit 30 Jahren in California. Es sei so schön hier und er liebt die Offenheit der Menschen. Darauf habe ich Ihm von Alaska und meinem Auslandsjahr erzählt. Erzählte ihm die Geschichte wie ich dazu gekommen bin und das es noch 75 weitere junge Menschen gäbe. Nachdem wir uns ausgetauscht hatten, tauchte auch schon unter den Wolken Anchorage auf. Schlammige Meere und Grüne Wälder, sowie weiße Berge und weites Land. Mit einem Wort zusammengefasst. Unberührt. Landung in Anchorage butterweich und völlig relaxt. Ausstieg und dann musste ich wieder durch das ganze Flughafengebäude rennen, um zum nächsten Flieger zu gelangen. Diesmal ein kleiner Turboprop, die Airline trug den Namen Raven Airlines. Wirklich sehr interessant. Während des Wartens traf ich eine nette FedEx angestellte und unterhielt mich mit Ihr über Alaska und das ich deutscher Sei. Ja so ging auch diese halbe Stunde warten super um. Im Flieger wieder das übliche, anschnallen, Sicherheitsvorkehrungen und ab zur Startbahn. Dann wandte sich das Blatt aber drastisch.

Rollender Take Off, steiler Start und alles nur deshalb, so hat man mir später gesagt, weil den Piloten sonst dieser zwanzig Minuten Flug zu Langweilig würde. Also ab durch die nächste Wolke um ein paar Turbulenzen abzufangen. Kurz vor der Landung dann die Nase nach unten und mit Umkehrschub in der Luft der Landebahn entgegen. Für diejenigen die nicht Wissen was der Umkehrschub ist, es ist das verstellen der Propeller und erneute Hochfahren der Drehzahl um eine Art Luftwand zu erzeugen, die dann das Flugzeug bremst ähnlich dem wen man in ein Kaufhaus geht und diesen Luftstrom passiert, die Luft von unten nach oben bzw oben nach unten versperrt der warmen Luft die nach draußen möchte den Weg. Auf jeden Fall, dann kam die Landung und Ausrollen zur Parkposition. Aus dem Flieger und über das Vorfeld in das Gebäude wartete auch schon mein Empfangskomitee. Meine College Koordinatorin, ihre Schwester und meine Gastmutter. Nach kurzen Begrüßen sind wir essen gefahren, also ich wurde eingeladen. Hammer der Flair schon, ich war nur zu Müde um wirklich zu Staunen. Das Essen, Leute ich habe in meinem Leben noch nie so geiles Fleisch gehabt. Medium so wie ich es bestellte hatte und auf den Punkt.  Dazu Meerrettich und geröstetes mit Käse überbackenes Brot. Ich saß nur in der Bank und sagte ich habe das Gefühl vom langen Fliegen nun, dass es immer nach links bzw rechts, oben oder unten ginge. Gegessen, Magen voll und Hundemüde ging es dann mit meiner Gastmutter zu Ihrem Haus. Dazu mussten wir nur ein paar Meilen aus der Stadt raus, mitten in den Wald abbiegen und ein paar Abbiegungen später waren wir am Haus. Kein Nachbar in Sicht, große Scheune, weites Land und unberührte Natur.
Ich bezog mein Zimmer, habe mit zum Abend gegessen und bin dann relativ schnell Verschwunden und habe den nächsten Tag geschlafen bis Mittag glaube ich. Danach sofort in die Stadt und man hat mir Sachen gezeigt, die schon Atemberaubend sind aber die Leute hier Sagen, das sei noch nicht einmal die Spitze des Eisbergs, gemessen der Schönheit der Natur.

 

 

Am Arsch der Welt war ich dann wo meine Gastfamilie unterwegs war und ich alleine gewesen wäre. Ich habe eine Nacht bei der College Koordinatorin geschlafen. Zuvor aber waren wir an einem Strand mit Blick Richtung Russland, also Weg von Deutschland. Das war so ein komisches Gefühl. Trotzdem habe ich immer noch nicht realisiert, dass ich so viele Tausend Kilometer von Zuhause weg bin. Es fühlt sich aber definitiv nicht so.

Was habe ich noch gesehen! Flüsse, Mündungen, Berge, Hügel, Schnee ( ganz viel war es noch nicht ) und vieles mehr. Mal sehen was ich euch berichten kann, wenn ich ein Auto und ein Job habe, Bis dahin leider erst mal mein Pinken Drahtesel reiten 😀

Bis zum nächsten mal

Grüße Keanu 🙂

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