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First things first.

Mein Name ist Tobias, ich bin 24 Jahre alt, lebe im südlichen Schleswig-Holstein und bin ein Teilnehmer des 34. Parlamentarischen Patenschafts-Programms. Ich bin gelernter Elektroniker und habe im Januar diesen Jahres meine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen.
Nachdem ich mich nun kurz vorgestellt habe, möchte ich erzählen wie es überhaupt dazu kam, dass ich mich für das Auslandsjahr beworben habe. Vor Jahren, also am Anfang meiner Ausbildung, habe ich in der Berufsschule ein Plakat des Parlamentarischen Patenschafts-Programms gesehen und habe mich schon dafür interessiert. Einige Zeit später, nachdem ich in Erfahrung gebracht habe, was für Voraussetzungen es gibt und ich schon einige Blogs von Teilnehmern gelesen habe, kam der Zeitpunkt, dass ich mich nun endlich bewerben konnte.
Es folgte der Schock. Es gab so viel online auszufüllen. Arztbesuche, Gutachten erstellen lassen, und für mich kam erschwerend noch hinzu, dass ich kurzfristig noch eine Brille bekommen sollte, die ich nun dauerhaft tragen muss, weil mein Arzt das Gutachten sonst nicht unterschrieben hätte. Mein erster Gedanke war: „Oh Gott hoffentlich hat sich das jetzt auch gelohnt.“ Ausgerechnet ich, der aufm Bau arbeitet und jetzt jeden Tag die Brille putzen muss, weil sie jeden Tag dreckig wird. Man gewöhnt sich zum Glück schnell daran und so schlecht sieht es auch nicht aus. Nachdem ich alle Informationen zusammengetragen hatte und online ausfüllen konnte, habe ich es abgeschickt und nun hieß es warten. Dieser Abschnitt der Bewerbung ist ein immer wiederkehrender Prozess, an den man sich gewöhnen sollte.
Doch es kam die Einladung zur Auswahltagung in Berlin. Schnell in der Firma Urlaub genommen, ab in den Flixbus und los nach Berlin. Diesen kleinen Trip habe ich gleich genutzt und bin ein paar Tage dort geblieben und habe Berlin auf eigene Faust erkundet. Dieser Ausflug war für mich schon so ein persönliche Highlight, vor allem, weil ich mir ein Zimmer mit jungen französischen Touristen geteilt habe, die jeden Abend im Zimmer vorgeglüht haben und danach um die Häuser gezogen sind.
Auf jeden Fall die Auswahltagung, um mal auf den Punkt zu kommen, war sehr gut. An zukünftige Bewerber: Bleib du selbst. Man möchte DICH kennenlernen und kein zweites Gesicht von dir.
Der altbekannte Prozess des Wartens setzt wieder ein und ich persönlich habe Ende Februar von meinem Abgeordneten Bescheid bekommen. In meinem Fall mit dem glücklichen Ausgang, dass es für mich weiter geht. All die Strapazen haben sich gelohnt. Ich habe vor Glück noch nie Tränen in den Augen gehabt, aber in dem Moment, wie ich erfahren habe, dass ich nominiert wurde, fiel eine große Last von meinen Schultern.
An dieser Stelle nochmal einen Herzlichen Dank an Herrn Gero Storjohann (MdB) ( http://www.gero-storjohann.de ) für die Nominierung und die Ehre als Junior Botschafter in die USA zu fliegen.
Im März/April fanden 2 Vorbereitungsseminare statt, bei denen man zu einem der beiden eingeladen wird und eine Woche lang, wie der Name schon sagt, vorbereitet wird. Man lernt die anderen Stipendiaten kennen und merkt bei manchen, dass man sich schon bei der Auswahltagung kennengelernt hat. Manche Gesichter vergisst man ja bekanntlich nicht. Ob das gut oder schlecht ist, sei mal dahin gestellt. Nein, ich verstehe mich mit allen sehr gut und in der Woche Vorbereitungsseminar hat man sich in der ein oder anderen abendlichen Runde noch besser kennengelernt.
Alle offenen Fragen werden von der GIZ beantwortet. Es gibt keine dummen Fragen und nach der Woche fühlt man sich sehr gut vorbereitet. Ich hatte auch meine Ängste, aber die konnten größtenteils beseitigt werden. Niemand wird von sich sagen können, dass er oder sie nicht vor irgendetwas Angst hat, man muss es auf sich zukommen lassen.
Und wie geht es jetzt weiter?
Ich hoffe darauf bald zu erfahren, wo mein Platzierungsort ist. Das ist noch offen. Es gibt aber noch genug zu tun. Kommende Woche fahre ich „schon wieder“ nach Berlin. Dieses mal um das Visum zu beantragen.
Das ist was bisher geschah und wie der aktuelle Stand ist. Wenn es Fragen zu einzelnen Themen gibt, schreibt gerne einen Kommentar, ich werde jede Frage gerne beantworten.
Bis dahin,
Euer Tobias
P.S.: Dieser Blogeintrag ist noch etwas trist, Bilder wird es in den USA mehr als genug geben, versprochen.

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