Vanessa - Aus Franken in die USA

15. Start in 2018: Die zweite Hälfte des Exchangejahres beginnt

Januar 2018:

Mit dem neuen Jahr, kam das neue Semester und die zweite Hälfte des Programmes. Und zusätzlich für mich auch endlich wieder ein Zimmer für mich alleine, da meine Mitbewohnerin ausgezogen war.

Ab jetzt war wieder Arbeiten angesagt, anstatt zu studieren. Ich hatte nicht sofort damit angefangen, sondern hatte die ersten zwei Wochen im Januar frei. Ich wusste nur nicht wirklich, was ich mit der vielen Freizeit machen sollte. Ich hatte keine Hausaufgaben mehr, aber all meine Freunde schon.
Zusammengefasst mir war langweilig…

Das hatte sich etwas gebessert, nachdem ich das Arbeiten angefangen habe. Mein Job hier ist leider kein Bürojob geworden und hat auch nicht die Arbeitszeit von 8-17 Uhr (Mo-Fr). Stattdessen arbeite ich entweder in der Schicht von 7-15 Uhr oder von 15-23 Uhr und das kann an jedem Tag der Woche sein. Mein Job ist es auf die Jungs aufzupassen, die in der Einrichtung leben. Ich soll dafür sorgen, dass sie sich an die Regeln halten und somit hoffentlich einen Beitrag in ihrer Therapie zu leisten. Es ist an sich nicht weiter kompliziert, allerdings können die Jungs wirklich nerven. Besonders wenn sie sich nicht an die Regeln halten, selbst wenn man sie darauf hingewiesen hat. Irgendwie muss man sich dann durchsetzen, sonst machen sie was sie wollen.

Die Zeit in der ich nicht am Arbeiten war, habe ich weiter mit meinen Freunden am College verbracht. Auch wenn jeder am Hausaufgaben machen/ lernen war, konnte ich so zumindest Zeit mit ihnen verbringen. Da ich in einem Dorm direkt neben dem College wohne, war das nicht weiter schwierig. Dasselbe gilt für Veranstaltungen am College, ich bin dort auch weiterhin mit dabei gewesen, solange ich nicht auf Arbeit war.

Gleich in meiner ersten Arbeitswoche hatte mein Auto es geschafft  mal wieder kaputt zu gehen… Auf dem Rückweg meiner Morgenschicht, hat es auf einmal angefangen aus dem Motorraum zu dampfen. Ich hatte wirklich Angst, dass mein Auto das Brennen angefangen hat. Nachdem ich angehalten hatte, hat es sich allerdings wieder etwas gegeben, kein Brand also. Ich bin daraufhin auf direktem Weg zur Werkstatt gefahren. Dort wurde festgestellt, dass ein Loch in der Kühlleitung war und es deshalb so gedampft hat. Naja also mal wieder das Auto in der Werkstatt zum Reparieren lassen.

 

Am 19. Januar hatte meine beste Freundin Vanessa ihren 20. Geburtstag. Da direkt an ihrem Geburtstag nicht so viel Zeit war, auch da ich am Nachmittag arbeiten musste, hatten wir beschlossen in ihrem Geburtstag hineinzufeiern. Wir hatten uns alle in eines der Klassenzimmer im science building getroffen, Ballons besorgt und ich hatte am Morgen einen Kuchen gebacken. Um Mitternacht hatten Sheyla und ich, die absolut ahnungslose Vanessa in den dritten Stock gebracht und wir haben sie alle zusammen überrascht.

 

Februar 2018:

Nicht mal drei Wochen später war der Geburtstag von Jennifer und wiedermal hatten wir eine Überraschung geplant. Am Abend vor ihren Geburtstag hatten wir sie mit einem Besuch in einem Mongolischen Büfett überrascht. Sie war bereits mit 2 Freundinnen unterwegs und wir waren hinterher gefahren, ohne dass sie etwas gemerkt hatte, bis wir sie im Restaurant überrascht hatten.
Wieder an Mitternacht zum eigentlichen Geburtstag gab es dann noch eine weitere Überraschung, bei ihr zuhause. Weitere unserer Freunde waren gekommen und hatten sie mit einem Kuchen überrascht und ein Geschenk, dass wir zum Spaß in gleich mehreren Boxen verpackt hatten.

Im Allgemeinen waren Januar und Februar im Vergleich zu den anderen Monaten relativ ruhig gewesen.

 

Ein was Besonderes gab es dann doch:
Den Superbowl am 04. Februar.
Der Superbowl ist das finale Spiel im Football und in den USA ein riesen Event. Am Nachmittag hatte ich mich mit meinen Freunden im Studenten Center von Snow getroffen, um dort gemeinsam den Livestream anzusehen. Ich konnte mich bisher absolut nicht für Football begeistern und habe auch keine weitere Ahnung von den Regeln. Insgesamt gibt es 4 Quader, davon haben wir vielleicht 1 ½ tatsächlich gesehen. Das Einlaufen und natürlich der Nationalhymne die nicht fehlen durfte, wie auch das erste Quader hatten wir tatsächlich noch gesehen. Danach war es uns zu langweilig geworden  und wir hatten uns in einen anderen Teil des Studenten Centers gesetzt um zu reden. Quader 2 & 3 hatte ich also praktisch gar nicht gesehen. Nur die Halbzeitshow in der Pause zwischen habe ich dann wieder angesehen. In der hatte Justin Timberlake seinen Auftritt und ich die Chance diese zur Abwechslung tatsächlich live sehen zu können. Der letzte Teil vom Spiel war dann doch noch mal interessant gewesen. In den letzten Minuten war erst die Entscheidung gefallen, welches der beiden Teams gewinnen wird. New England Patriots oder Philadelphia Eagels. Um Ende hatten die Eagels gewonnen, dies hatte hier für viel Jubel gesorgt. Das Team der Patriots scheint in Utah nicht sehr beliebt zu sein.

 

Ich wurde kurzfristig gefragt, ob ich eine der Culture Nights halten könnte. Da ich nichts viel weiter zu tun hatte habe ich zu gesagt und damit knapp zwei Wochen Zeit gehabt, um eine Präsentation zu erstellen. Damit war ich tatsächlich wieder beschäftigt gewesen und letztendlich auch erst am Tag der Präsentation fertig geworden. Am Abend des 14. Februar fand also die „Culture Night – Germany“ statt. Es war wirklich cool gewesen mein Heimatland präsentieren zu können und ein Teil meiner Kultur vorzustellen. Nach der Präsentation gab es natürlich auch wieder etwas zu essen. Ich hatte am Abend davor bereits zusammen mit Jen Bratwurst und Kartoffelbrei gekocht. Dieses Essen ist einfach und gut in einer größeren Menge zu machen.

 

Noch ein paar Bilder von „zwischendurch“:

Nächster in Artikel

Vorheriger in Artikel

Antworten

© 2020 Vanessa – Aus Franken in die USA

Thema von Anders Norén