Vanessa - Aus Franken in die USA

16. Civic Education Workshop in Washigton D.C.

In der ersten Märzwoche wurden alle Teilnehmer des 34. PPP nach DC eingeladen, um dort am Midterm Seminar teilzunehmen. Ich bin bereits in der Nacht zum 02. März gestartet und am späten Abend von SLC nach Denver geflogen. Dort hatte ich dann 6 Stunden Wartezeit. Naja, ich hatte dann versucht mir eine möglichst ruhige Ecke zu suchen, um etwas schlafen zu können, bis es am Morgen dann der Flug nach DC ging.

 

Tag 1:
Damit bin ich am Morgen des 03. März in DC gelanget und habe mich auf dem Weg zu unserer Unterkunft gemacht. Wir hatten zuvor per Post eine U-Bahn/ Busfahrkarte bekommen, somit musste ich mich nicht weiter darum kümmern. Am Hostel angekommen habe ich schnell eingecheckt und mir ein Bett in meinem Zimmer herausgesucht, da ich die erste von sechs war, die ankam. Kurze Zeit später habe ich mich dann auch schon mit Tina in der Eingangshalle getroffen und uns zu anderen Teilnehmern gesetzt und geredet.

Um 16 Uhr ging dann das eigentliche Programm los. Wir hatten uns alle in dem nahegelegenen Restaurant „Busboys and Poets“ versammelt, dort begrüßt und dann gab es erstmal Dinner. Das Essen hatten wir bereits im Vorfeld ausgewählt. Wir bekamen eine Mail mit 4 Gerichten zur Wahl, zwischen den wir uns entscheiden mussten. Damit ging es viel schneller und wir mussten nicht lange warten, bis das Essen serviert war.

Nachdem Essen wurde, kurz der Tagesablauf für die nächsten Tage durch gesprochen und danach ging es mit der Trolleytour „Monuments by Moonlight“ zu den wichtigsten Monumenten in DC. Natürlich war es bereits dunkel, das war ja Teil der Tour, leider konnte man dadurch nicht alles in Detail sehen oder gute Bilder machen. Der Fahrer hatte immer wieder kurze Stopps eingelegt. Als wir vor dem II. WW Memorial gehalten hatten war der Stopp wohl etwa zu lange, da auf einmal Blaulicht und Sirenen hinter uns waren. Der Busfahrer wurde für einige Zeit kontrolliert, danach konnten wir aber doch die Tour, ohne weitere Probleme fortfahren. Der erste offizielle Stopp war an dem Martin Luther King Memorial. Der zweite und letzte war das Lincoln Memorial. Von da aus ging es zurück zum Hostel und das offizielle Programm war beendet und wir konnten den Abend verbringen wie wir wollten.

Ich hatte mich dagegen entschieden, mich in der Nacht in DC umzusehen, sondern war im Hotel geblieben und habe mich mit Tina im Aufenthaltsraum unterhalten. Später waren noch andere Teilnehmer dazu gekommen. Wir hatten uns so einiges zu erzählen, wie es jeden von uns im letzten halben Jahr so ging.

 

Tag 2:
Der offizielle Teil startete um 9 Uhr wieder in den Restaurant in dem wir am Tag zuvor waren. Am Morgen standen verschiedene Präsentationen an. Die erste war eines unserer Virtual Exchange Themen „Volunteerism & Community Action“. David Premo und Ally Shell hatten zum Thema „Corporation for national and community service“ gesprochen. Die zweite Hälfte des Vormittags bestand aus Präsentationen einiger PPPler. So hatten die 5 Teilnehmer des CIP, also diejenigen, die ein Praktikum im Capitol hatten, über ihre Zeit dort berichtet. Weitere über verschiedene Volunteer arbeiten, passend zu der ersten Präsentation. Nachdem diese beendet waren, gab es Lunch. Es gab verschiedenen Sandwiches, die wir uns nehmen konnten. Als alle fertig waren haben wir uns auf dem Weg zum Capitol gemacht.

Dort haben wir zuerst ein Gruppenbild vor dem Gebäude gemacht und dann an einer Führung teilgenommen.

Es war interessant das Gebäude von innen zusehen, vor allem der Raum direkt unter der Kuppel war faszinieren. Dieser war in Dan Browns „Das verlorenen Symbol“ beschrieben worden. Ich nutze als die Chance es in echt sehen zu können.

Im nächsten Raum standen viele Statuen. Uns wurde erklärt, dass jeder State 2 Statuen von berühmten oder wichtigen Menschen ihres States nach DC schicken und diese werden im Capitol aufgestellte. Ein Teil in diesem Raum und andere in einem anderen der nicht von der Führung besucht wurde. Ich hatte tatsächliche eine der Figuren von Utah gefunden. Die Statute zeigt Brigham Young den Gründer von Brigham Young University und Zions Bank.

Dies war für uns dann auch schon der letzte Raum und wir haben das Capitol wieder verlassen. Es ging auf direktem Weg zum New Museum. Es ist eines der wenigen Museen in DC, die tatsächlich Eintritt verlangen. Leider machen fast alle Museen um 17 Uhr zu. Damit hatten wir nicht mal zwei Stunden im Museum und für mir noch weniger, da ich ein Gespräch mit Amanda (eine der Betreuerinnen) am Ende hatte. In knapp über einer Stunde ist es doch schwierig ein Museum wirklich anzusehen und nicht nur schnell durch zu laufen, wie es für mich war.

Nach meinem Gespräch konnten wir den Abend wieder frei gestalten. Leider hat es mich erstmal zum Doktor geführt, wo ich die nächsten zwei Stunden verbracht habe. Ich hatte seit Tagen Rückenschmerzen, die immer schlimmer wurden und ich sie nicht länger ignorieren konnte. Sobald mein Arztbesuch beendet war und ich mir die verschriebene Medizin besorgt hatte, habe ich mich auf dem Weg zu meinen Freunden gemacht, die sich zu dem Zeitpunkt in einen Restaurant in China Town aufhielten. Dort hatte ich auch noch etwas gegessen. Nachdem wir weiter gegangen sind, hatten wir eine Art Bar gefunden und uns dort noch etwas hingesetzt und den Abend ausklingen lassen, bevor es zurück zum Hotel ging, das höchstens 15 Minuten laufen weg war.

 

Tag 3:
Tag Drei bestand den größten Teil des Tages aus verschiedenen Seminaren. Für den Tag haben wir uns in einem der Seminarräume der First Congregational United Church of Christ getroffen. An diesem Tag hatten wir drei verschiedene Sprecher. Zwei der Themen waren wieder unsere Cultural Exchange Themen. Das erste war zu dem Thema „Role of the Media in the US“ von Charles Lewis gehalten worden. „Free Speech and Debate“ von Greg Leslie war das zweite. Der dritte Sprecher Akram R. Elias hatte zum Thema „Federalism in the US“ gesprochen. Dies war keines der Cultural Exchange Themen, war aber definitiv wirklich interessant zu hören. Er hatte einiges über das amerikanische Politiksystem erklärt, dass ich noch nicht wusste und ich kann jetzt besser verstehen warum und wie es funktioniert. Frau Lauren Aitken vom State Department kam am Nachmittag für eine Schulung zum Social Media Auftritt. Dabei hatten wir auch den offiziellen Hashtag für das Programm erfahren.

Nachdem die Schulungen beendet waren, hatten wir circa zwei Stunden Zeit. Danach begann ein Basketballspiel zwischen den Washington Wizards und Miami Heat, zu dem wir Karten erhalten hatten. Wir waren nicht gezwungen dort hin zugehen, aber natürlich habe ich mir die Chance nicht entgehen lassen ein Spiel hier in den USA zu sehen und ach noch „for free“. Vor dem Spiel hatten wir noch T-Shirts abgeholt, die ein Teil des Tickets waren.
Es war ein Fan Shirt für die Washington Wizards, das Lokale Team. Das Spiel an sich war am Anfang nicht sonderlich spannend und ich hatte ein ähnliches Problem wie auch beim Football, fast keine Ahnung von den Regeln. Das Ende wurde, dann wirklich noch spannend, da es zwischen beiden Teams hin und her ging, bis letztendlich doch die Wizards mit 117 zu 113 gewonnen hatten. Danach sind wir mit einigen Teilnehmern in eine der Bars gegangen und hatten den Abend ausklingen lassen.

 

Tag 4:
Dieser Tag war wohl der spannendste, da wir in das US State Department eingeladen wurden und danach möglicherweise, auch die Chance bekamen unseren amerikanischen Repräsentanten zu treffen.

Um rechtzeitig dort zu erscheinen hatten wir uns bereits um 7:30 Uhr vor dem Hotel getroffen. Von dort aus ging es mit der U-Bahn zum State Department. Natürlich wurden wir kontrolliert bevor wir in das Gebäude durften. Dort hatten wir noch einen Besucherpass bekommen, den wir jeder Zeit tragen mussten. Wir wurden von den Securitymitarbeitern zu einem der Konferenzräume gebracht. Dort wurden wir begrüßt und sind in die nächsten Seminare gestartet. Wir hatten von zwei der Leiter der Embassy of the Federal Republic of Germany gehört. Beiden konnten deutsch und waren ursprünglich aus Deutschland oder hatten dort teilweise gelebt. Sie haben uns etwas über ihre tägliche Arbeit erzählt und mit welchen Schwierigkeiten/ Problemen sie zu kämpfen haben. Wir durften Fragen stellen und hatten auch die Chance bekommen über unsere Erfahrungen hier in den USA zu erzählen. Der letzte Programmpunkt bevor es zum Lunch ging war eine Frau, die uns ein Training im Erzählen gab. Es war um uns auf die Gespräche mit den Repräsentanten vorzubereiten. Sie hat uns erst etwas über sich selbst erzählet und damit gleich ein Beispiel gebracht, wie man es schafft 5 Minuten nur über sich zu sprechen. Danach gab es noch ein paar Tipps dazu. Daraufhin sollten wir uns in zweier Gruppen zusammen finden und jeder von uns sollte 5 min über sich und sein Leben/ Erlebnisse in den USA berichten. Im Gegensatz zu einem echten Gespräch durfte die zweite Person nicht sprechen und damit keine Rückfragen stellen. Es ist gar nicht so einfach fünf Minuten etwas zu erzählen, irgendwann gehen einen doch die Ideen aus, was es spannendes zu erzählen gibt.

 Nachdem ihr Teil beendet war, war damit auch das Morgenprogramm abgeschlossen. Wir wurden in kleinere Gruppen aufgeteilt und jede Gruppe hat einen Betreuer bekommen. Kurz nacheinander wurden wir nach oben gebracht zum Martin Van Buren Dining Room (nach den 8. Präsidenten der USA benannt) um Mittag zu essen. Es sah wirklich fantastisch aus. Die zwei Säle waren aufwendiger gestaltet und auch das Geschirr und die ganze Tischdekoration wie auch die Kellner waren sehr schick. Uns wurde zuerst eine Vorspeise serviert und dann ging e nach einander zum Buffet. Das Essen war wirklich gut und mit einer einzigartigen Atmosphäre. Auch die Aussicht war cool, mitten auf dem Lincoln Memorial.

Nachdem wir auf gegessen hatten ging es für die ersten von uns zu den Repräsentanten. Ich hatte noch etwas Zeit, deshalb hatten wir noch Bilder gemacht, bevor wir uns ebenfalls auf dem Weg gemacht haben. Natürlich wurden wir aus dem State Building herausbegleitet. Es wurde großen Wert darauf gelegt, dass jeder die Besucheranhänger wieder abgab. Es ist um zu verhindern, dass jemand wieder zurück in das Gebäude kann, um möglicherweise Schaden anzurichten.

Als kleine Gruppe hatten wir uns auf dem Weg zum Capitol Hill gemacht. Es gab vier Gebäude in denen die Büros untergebracht sind. Deshalb hat sich unsere Gruppe gleich wieder aufgeteilt. Ich war dann mit Katharina in dasselbe Gebäude gegangen, wieder durch die Security und dann ging es für mich in den zweiten Stock um dort das Büro meines Reps zu finden. Da ich keinen offiziellen Termin bekommen hatte, habe ich einfach angeklopft. Im Büro hatten mich zwei etwas irritiert schauende Sekretärinnen begrüßt, die nur meinten sonst ist gerade keiner da. Deshalb hatte ich mich und das Programm nur kurz vorgestellt und den Flyer den wir bekommen haben, hinterlassen. Das ganze hatte nicht mal fünf Minuten gedauert. Ich war danach wieder zurück in das Erdgeschoss gegangen um dort auf Katharina zu warten, die noch in ihrem Gespräch war. Während ich gewartet habe, hatte ich spontan beschlossen zu googeln, ob es noch weitere Reps für Utah gibt. Insgesamt habe es vier. Davon hatte ich dann spontan noch zwei weitere besucht. In beiden Büros konnte ich mit einem Mitarbeiter sprechen, im ersten kannten sie auch das Programm und mir wurde mittgeteilt, dass der Repräsentativ ein Fan davon ist. Ich konnte dort meine Telefonnummer hinterlassen und habe auch die Visitenkarte des Staatssekretär bekommen. Er meinte er würde versuchen noch heute ein Treffen zu organisieren. Leider hatte es nicht funktioniert und da wir am nächsten Tag DC wieder verlassen hatten, gab es weiter keine Möglichkeit. Das zweite Büro hatte zwar schon von dem CBYX Programm gehört, allerdings nur von den Schülern. Es war neu gewesen, dass es dieses auch für junge Berufstätige gibt. Damit hatte ich doch noch die Chance bekommen etwas über meine Erfahrungen hier zu berichten und das Programm zu unterstützen, indem die Repräsentanten wissen was genau finanziert wird.

Wieder vor dem Gebäude angekommen, hatte ich mich mit Katharina getroffen und hatten beschlossen zum Weißen Haus zu fahren. Da wir unsere Gespräche hatten, war dies der letzte offizielle Punkt und wir konnten selbst entscheiden was wir tun wollten. Da ich noch keine Chance hatte das Weiße Haus zu besuchen hatten wir uns auf dem Weg dorthin gemacht, natürlich mit der U-Bahn. Dort hatten wir natürlich wieder Bilder gemacht, versucht ein Eichhörnchen zu füttern und sich darüber zu wundern, dass das Gebäude kleiner aussieht als erwartet.

Von dort sind wir um das Weiße Haus herum gelaufen um auf das Washington Monument (Obelisk) zu treffen.

Es ging weiter an einige Museen vorbei und auf das Capitol zu. Dort waren wir dieses Mal von der anderen Seite gekommen, als vor zwei Tagen. Wir hatten wieder ein paar Bilder gemacht und haben dort per Zufall Theresa und Jonas getroffen, die es sich auch gerade angesehen hatten. Die zwei sind in Washington State platziert und wir hatten uns dann gemeinsam auf dem Weg zurück zum Hostel gemacht und uns unterhalten. Das war auch dann wieder der größte Teil meines Abends, erst im Subway sich unterhalten, und dann wieder in der Aufenthaltsraum mit verschiedenen Leuten. Relativ spät hatte ich mich noch mal auf dem Weg in eine der Bars gemacht, in dem wieder ein paar Leute noch ihre Zeit verbracht haben.

 

Tag 5:
Tag fünf war hauptsächlich Abreisetag. Wir hatten uns zum Abschluss noch in den Büros von Cultural Vistas getroffen und eine Zusammenfassung der letzten Tage gehabt. Wir wurden auch gefragt, wie wir die Tage fanden, was war gut; was war schlecht. Danach stand auch schon die Verabschiedung an. Viele von uns mussten direkt zum Flughafen, Bus oder Bahn gehen. Ich hatte noch etwas Zeit. Deshalb hatte ich meinen Koffer im Hotel gelassen und hatte mich nachdem ich mich von meinen Freunden verabschiedet hatte, auf dem Weg zum Pentagon gemacht.

Ich wollte dieses Gebäude unbedingt sehen. Da niemand weiter Interesse daran hatte, habe ich mich alleine auf dem Weg gemacht. Mein Plan war eigentlich tatsächlich nur dort hin zu fahren, das Gebäude anzusehen und wieder zu gehen. Als ich dort ankam hatte ich dann aber einen Wegweiser gesehen, mit der Richtung zum Pentagon Memorial. Da ich Zeit hatte bin ich den Schildern gefolgt. Das Memorial, ist als Gedenken an all die Opfer von 09/11, in diesem Fall, diejenigen im Pentagon sterben mussten. Wie auch in NYC, sind all die Namen der gestorbenen Menschen aufgezählt. Im eigentlichen Memorial dahinter, wurden die Namen nach dem Alter sortiert und mit einer Art Flusslauf verbunden. Es ist wirklich beeindruckend/ bewegend all die Namen und ihr Alter so direkt zu sehen.

Ich hatte mich dort etwas aufgehalten, bevor ich mich auf dem Rückweg gemacht hatte. Wieder in der Nähe unseres Hostels angekommen, habe ich mir zuerst etwas zu essen geholt, bevor ich noch schnell ein paar Souvenirs gekauft hatte. Am Hostel hatte ich mich, mit drei anderen aus dem Programm getroffen, damit wir uns einen Uber zum Flughafen teilen konnten. Dort hatten wir noch etwas Zeit um uns unterhalten, bevor jeder zu seinem Gate musste um wieder nach Hause bzw. für mich um zuerst noch nach New Orleans zu fliegen. Ich hatte zusammen mit Franziska beschlossen noch einen Kurztrip an das Seminar anzuhängen, bevor wir tatsächlich wieder nachhause sind.

 

 

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